Altersvorsorge für Frauen

Ein paar Fakten vorab:

  • Knapp 51% der deutschen Bevölkerung ist weiblich.
  • Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer sind Frauen, Tendenz steigend.
  • Frauen haben im deutschen Durchschnitt den höheren Bildungsabschluss und die besseren Noten.

Doch Achtung! Auch wenn sich die Zahlen über die Jahre hinweg langsam verbessern:

  • Viele Frauen verdienen noch immer deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen (Gender-Pay-Gap).
  • Frauen arbeiten häufig in Berufsfeldern mit geringerem Einkommen.
  • Teilzeitarbeit sorgt für ein geringeres Einkommen.
  • Mit geringerem Einkommen während der Erwerbszeit, sinkt die Rentenhöhe im Alter.
  • Aktuell erhalten Frauen im Schnitt rund 40% weniger Rente als Männer.
  • Viele Frauen können aus diesem Grund im Alter ihren Lebensstil nicht beibehalten und müssen Abstriche machen oder auf Unterstützung von ihrem Partner oder vom Staat hoffen. So wird jede dritte alleinstehende Neurentnerin 2036 auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen sein (Quelle: Bertelsmann Stiftung 2017).

Wichtige Faktoren für eine bessere Rente

Grundregel zur staatlichen Rente:

Je höher das Gehalt während der Erwerbszeit, desto mehr Rentenpunkte werden angespart. Je mehr Rentenpunkte man sich anspart, desto höher fällt die gesetzliche Rente aus!

 

Die Berufswahl:

Im Vergleich zu Männern wählen viele Frauen Berufe mit mehr sozialem Engagement. Sparten im sozialen Bereich, Gesundheitswesen oder im kreativen Bereich sind für Frauen oft erfüllender, da sie einen wesentlichen Beitrag zur Gesellschaft beitragen. Leider sind solche Berufsgruppen tendenziell am unteren Ende der Einkommensstaffel in Deutschland angesiedelt. Auch fallen Aufstiegsmöglichkeiten und damit verbundene Gehaltserhöhungen eher geringer aus, als es beispielsweise in der freien Wirtschaft oft der Fall ist.

Um also ein Leben lang finanziell unabhängig zu sein, sollte Frau entweder einen Beruf wählen, der grundsätzlich eine höhere Verdienstmöglichkeit verspricht und/oder in jungen Jahren beginnen sich mit dem Thema der privaten Altersvorsorge auseinander zu setzen.

 

Voll- oder Teilzeit

Anders als in früheren Zeiten sind knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer Frauen, Tendenz steigend. Doch während die meisten Männer ihr Leben lang Vollzeit arbeiten, kommen gerade junge Familien durch ihren Nachwuchs an den Punkt, wo überlegt werden muss, wer sich um die Kindererziehung und den Haushalt kümmert.

Oftmals sind es dabei die Frauen, die über eine gewisse Zeit in Teilzeit arbeiten oder, wenn es das gemeinsame Einkommen erlaubt, auch eine Zeit lang ganz vom Arbeitsmarkt gehen. So arbeiten ganze 7 von 10 erwerbstätigen Müttern in Teilzeit. Zwar greift in dem Fall auch die gesetzliche Mütterrente, durch die Rentenpunkte in der Kindererziehungszeit angerechnet werden, doch gleichen diese nicht die Höhe der Rentenpunkte aus, die Frau in einer Vollzeitstelle erreicht hätte. Dies ist auch die größte Ursache für die Gender-Pension-Gap.

Sollte die Partnerschaft dann zudem irgendwann einmal zerbrechen und es kommt zu einer Trennung vom Partner, erfolgt ein Versorgungsausgleich. Doch auch dieser fällt in der Regel so gering aus, dass die daraus resultierende Rente für gewöhnlich nicht reicht, um den Lebensstandard zu erhalten.

Um einigermaßen finanziell abgesichert zu sein und nicht auf den Partner oder den Staat hoffen zu müssen, sondern auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist es auch aus diesem Grund insbesondere für Frauen wichtig sich frühzeitig mit dem Thema der eigenen Altersvorsorge auseinander zu setzen! Denn jeder Euro, der frühzeitig in die eigene Altersvorsorge investiert wird, zahlt sich mit den richtigen Mitteln am Ende richtig gut aus!

 

Wozu ein Finanzberater?

Heutzutage kann jeder alles im Internet nachschlagen. Alles was es benötigt ist Zeit, unter Umständen viel Zeit. Zwar bieten auch diverse Plattformen eine schnelle Übersicht, doch wenn man sich zu schnell darauf verlässt, kann einem die „Geiz ist Geil“ – Mentalität langfristig teuer zu stehen kommen. Denn, wo sieht man schon auf Anhieb eine Übersicht der Vor- und Nachteile einer Riester- oder Rürup-Rente? Was bedeutet es langfristig die Förderung vom Staat anzunehmen oder welche Vor- und Nachteile bieten Fondsgebundene Rentenversicherungen, ETF’s, bAV‘s & Co.?

Welche Vorsorge oder welche Kombination an Vorsorgeprodukten in jedem Einzelfall sinnvoll ist, hängt sehr von der individuellen Vorstellung und Präferenzen ab. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren und die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte klar und deutlich zu verstehen, lohnt sich die Beratung bei einem unabhängigen Finanzberater. Dieser ist unabhängig von bestimmten Firmeninteressen und arbeitet nicht für eine oder mehrere Bank- oder Versicherungshäuser, sondern hat explizit die Interessen seiner Kunden und Kundinnen zu vertreten. Somit kann er individuell auf die Wünsche und Vorstellungen eingehen und aus dem gesamten Markt das Produkt, maßgeschneidert an die jeweiligen Vorstellungen, mit dem besten Preis-Leistungs-Niveau den Kunden & Kundinnen präsentieren. Und nicht nur das! Neben einer individuellen Beratung bieten die meisten unabhängigen Berater an, einen Vertragscheck durchzuführen. Da manche Versicherungsprodukte Preisschwankungen von bis zu 200% haben, können so oft auch ein paar hundert Euro im Jahr gespart werden, die entweder zur freien Verfügung stehen oder sinnvoll in die eigene Altersvorsorge integriert werden können.

 

Wenn Sie mehr Informationen oder eine individuelle Beratung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.